Springbrunnen

Wirft man einen Blick zurück in die Vergangenheit, stellt man fest, dass Springbrunnen, artesische Quellen und Wasserspiele schon seit Jahrhunderten eine wichtige Rolle bei der Architektur von Gärten und Parks spielen. Eine große Faszination ist von aufsteigenden Wasserfontänen schon immer ausgegangen, und seit dem 12. Jahrhundert werden solche Wasserfontänen auch als bewusst eingebrachte, gestalterische Elemente eingesetzt.

Artesische Quellen und künstlicher Wassertransport
Ganz zu Anfang wurden noch als sogenannte artesische Quellen, bei denen der Grundwasserspiegel höher liegt als der Boden, und das Wasser bei einer Bohrung daher von selbst aus dem Boden schießt. Später kamen dann technische Einrichtungen dazu, die das Wasser künstlich nach oben beförderten. Schon aus der Antike waren Brunnen bekannt, die ihr Wasser in hohem Bogen von sich gaben. Für moderne Springbrunnen war vor allem die Entwicklung leistungsfähiger Pumpen maßgeblich, die das Wasser nach oben bringen konnten, um es dann in Kaskaden herabstürzen zu lassen.

Wasserspiele üben bis heute eine große Faszination aus
Bewegtes Wasser ist etwas, das die Menschheit bis heute fasziniert – die mächtigen barocken Wasserspiele gibt es mancherorts bis heute zu besichtigen, wo das Wasser in Kaskaden herabströmt, oft Ornamente bildet, und vor allem die Wucht von bewegtem Wasser verdeutlicht werden soll. Die weithin bekanntesten öffentlichen Wasserspiele, die eine unglaubliche Vielfalt zeigen, findet man heute noch im Schloss Hellbrunn in Salzburg.

Die größten privaten Wasserspiele
Aber auch im privaten Bereich gibt es heute noch beeindruckende Springbrunnen – eine der höchsten Fontänen der Welt kommt dabei vom King Fahd’s Fountain in der saudi-arabischen Stadt Dschidda. Insgesamt mehr als 312 Meter hoch ist die Wasserfontäne dieses künstlich angelegten Springbrunnens. Auch der Jet d’Eau am Genfer See schafft immerhin noch gut 140 Meter Höhe. Dort werden auch jährlich die besten und vor allem originellsten Wasserspiele prämiert.

Auch im Heimbereich
Die kleineren Versionen der mächtigen Wasserspiele haben heute auch vielerorts bereits in private Gärten Einzug gehalten, vielfach sogar in den Innenbereich von Wohnräumen als Tisch- oder Zimmerbrunnen. Neben der beeindruckenden optischen Wirkung kann stetig fließendes Wasser auch einen beruhigenden Effekt haben – und seine Qualität verbessert sich. Wasser das verwirbelt wird, und über eine Brunnenoberfläche kaskadenartig herabfällt, nimmt wesentlich mehr Sauerstoff auf als still stehendes Wasser. Da durch wirkt es auch auf den menschlichen Körper wesentlich belebender. Vor allem in Räumen dienen Brunnen nicht selten auch zum Befeuchten von zu trockener Zimmerluft während der Heizperioden.

Die Faszination des bewegten Wasser ist also schon uralt – und noch immer ungebrochen. Als Gestaltungselemente werden uns Brunnen in jeder möglichen Form also sicherlich noch lange begleiten.

Springbrunnen